VW erwägt Aufteilung seiner Automarken nach Image

23. August 2001, 13:51
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Aggressive Audis und Seats gegen konservative VWs und Skodas

Frankfurt - Der Volkswagen-Konzern plant offenbar, seine sieben Pkw-Marken anders als von Kennern des Unternehmens erwartet so in zwei Gruppen zusammenfassen, dass dabei nicht eine Gruppe mit reinen Premiummarken entsteht. Das verlautete nach einem Treffen von Analysten mit Aufsichtsratsmitglied Bernd Pischetsrieder am Mittwoch in London. Stattdessen werde erwogen, die Marken entweder mit aggressivem oder mit konservativem Image zu vermarkten und diese entsprechend in Gruppen zu verbinden, berichtete Jim Collins, Analyst bei UBS Warburg, im Anschluss an das Treffen.

Zu den aggressiveren oder sportlicheren Automarken zählten Seat, Audi, und Lamborghini, hieß es von verschiedenen Analysten, die alle nicht genannt werden wollten. Die wieder zum Leben erweckte Marke Bugatti werde wahrscheinlich die sportlich-aggressive Gruppe anführen. Die Gruppe mit dem konservativen Image umfasse wahrscheinlich die Marken Skoda, Volkswagen und Bentley. VW-Sprecher Kurt Rippholz sagte: "Wir äußern uns nicht zu Gerüchten über die Konzernstruktur." Ein Analyst führte aus, der Image-Unterschied beider Gruppen entspreche dem Kontrast zwischen der sportlichen Marke BMW und der mehr gesetzt auftretenden Marke Mercedes-Benz.

Pischetsrieder, der als Nachfolger des VW-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piech gilt, äußerte sich den Analysten zufolge auf dem Treffen nicht zu den Nachfolge-Spekulationen im VW-Konzern.(APA/vwd)

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