Kürzungen der Filmproduktion durch ORF-Gesetz befürchtet

23. August 2001, 15:47
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Kürzungen verstoßen gegen Ausschussfeststellung

Dramatische Auswirkungen des neuen ORF-Gesetzes auf die österreichische Filmwirtschaft befürchtet Mercedes Echerer, Abgeordnete der Grünen zum Europaparlament, und fordert in einer Aussendung Maßnahmen zur Rettung des heimischen Films. Nach Angaben des Vorstehers des Fachverbandes der Audiovisions- und Filmindustrie, Wolkenstein sei den beiden Intendanzen des ORF der Auftrag erteilt worden, je 350 Millionen Schilling im Budget einzusparen, heißt es.

Kürzung um ein Drittel

Daraus ergebe sich eine Reduktion der Mittel für TV- und Filmproduktionen um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. "Das fügt der österreichischen Filmwirtschaft massiven Schaden zu und führt den Filmstandort Österreich ad absurdum. Als Folge ist mit einer Abwanderung der Filmschaffenden und dem Wegfall der Infrastruktur zu rechnen", warnt Echerer.

Passus wird konterkariert

Mit diesen Kürzungen werde eigens zu ihrem Schutz und zu ihrer Förderung in den Bericht des Verfassungsausschusses aufgenommener Passus konterkariert. Laut diesem Passus, "ist der ORF dazu verhalten, österreichisch-spezifischen Film- und Musikproduktionen einen angemessenen Anteil am Programm zukommen zu lassen und derartige Produktionen insbesondere in den Bereichen Information, Bildung, Kultur und Gegenwartskunst sowie österreichische Unterhaltung, zu fördern und nach wirtschaftlicher Möglichkeit nicht unter das Volumen des Geschäftsjahres 2000 abzusenken", zitiert Echerer. (APA)

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