Grüne kritisieren Lehrer wegen Gewerkschafts- gehältern

23. August 2001, 15:29
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Beschuldigter Direktor weist Vorwürfe zurück - Gehrer: Kritisierte Gagen theoretisch möglich

Wien - Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung von Personalvertretungszulagen im Bereich der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) hat am Donnerstag der Grüne Bildungssprecher Dieter Brosz kritisiert. Konkret geht es um zwei niederösterreichische Schuldirektoren, die zusätzlich zu ihrem vollen Direktorengehalt einen Teil der Zulagen für Personalvertreter bzw. Gewerkschaftsfunktionäre kassieren sollen. Brosz hält dies für unzulässig und fordert die Offenlegung der Gehälter.

Angesprochen sind der Vorsitzende der Sektion BHS, Herbert Skala, sowie dessen Stellvertreter Helmut Schwarzer (beide FCG). Wie viel diese genau verdienen, könne er nicht sagen, meinte Brosz. Insgesamt seien es aber an die 100.000 S pro Monat, vermutet der Grüne Bildungssprecher.

Skala weist Grünen-Vorwürfe zurück

Der Lehrergewerkschafter Helmut Skala weist die von den Grünen erhobenen Vorwürfe zurück. Skale meinte, er verdiene inklusive Direktorenzulage für eine "sehr, sehr große Schule" brutto 68.000 Schilling monatlich. Auf eine Zulage für seine Tätigkeit als Personalvertreter habe sowohl er als auch sein ebenfalls kritisierter Kollege Herbert Schwarzer verzichtet, so Skala. Lediglich von der Gewerkschaft erhalte er rund 3.000 Schilling pro Monat zusätzlich.

Gehrer: Kritisierte Gagen theoretisch möglich

Das Bildungsministerium weist die Vorwürfe der Grünen im Zusammenhang mit den Gehältern zweier Lehrer-Personalvertreter zurück. Zwar seien die kritisierten Gagen von bis zu 100.000 Schilling theoretisch möglich, hieß es. Zulagen für Personalvertreter seien aber nach oben hin gedeckelt und würden nur bis zu einem Einkommen von 77.000 Schilling gewährt. Darüber liegende Gagen seien etwa dann möglich, wenn ein Direktor nebenbei unterrichte.

(APA)

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