Arafat ordnete angeblich Stopp von Selbstmordanschlägen an

23. August 2001, 18:36
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Hamas und Jihad bestreiten jedoch eine solche Übereinkunft

Gaza - Der palästinensische Präsident Yasser Arafat soll bereits vor zwei Wochen radikale islamische Gruppen angewiesen haben, Selbstmordanschläge zu stoppen. Aus gut informierten palästinensischen Kreisen verlautete in Gaza, Arafat habe sich nach dem letzten Terroranschlag in Jerusalem am 9. August, bei dem 15 Menschen und der Attentäter getötet wurden, mit Führern der Organisationen Hamas und Islamischer Heiliger Krieg (Jihad Islami) getroffen. Sie hätten zugestimmt, vorläufig keine weiteren Anschläge in Israel auszuführen. Sprecher der Organisationen bestritten die Übereinkunft jedoch vehement.

Palästinensische Selbstmordanschläge haben in den vergangenen Monaten 46 israelische Zivilisten und drei Soldaten das Leben gekostet. Die israelische Tageszeitung "Maariv" berichtete, Arafat habe "rotes Licht" für Selbstmordanschläge innerhalb Israels gegeben, um die Position der Autonomiebehörde angesichts verschiedener internationaler Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts nicht zu schwächen und dem Ansehen der Palästinenser nicht zu schaden. (APA/dpa)

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