Auch Alan Greenspan verliert Geld an der Börse

23. August 2001, 12:18
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Vermögen der US-Notenbankgouverneure sinkt um neun Prozent

Washington - Die anhaltende Flaute am Aktienmarkt verschont auch US-Notenbankchef Alan Greenspan und seine Kollegen nicht: Im Durchschnitt des vergangenen Jahres verlor das Mill.-Vermögen der Gouverneure der Notenbank Fed neun Prozent an Wert, wie die Experten der US-Finanzmarktfirma Financial Market Center am Mittwoch (Ortzeit) unter Berufung auf die Steuererklärungen der Währungshüter schätzten. Der durchschnittliche US-Bürger verlor durch die nachlassenden Kurse im Jahr 2000 zwei Prozent seines Vermögens. Greenspan, dessen Einschätzungen an den Märkten rund um den Globus stets äußerst aufmerksam verfolgt werden, hatte das Niveau der Aktienkurse in den USA mehrfach als übertrieben kritisiert.

Von der Armutsgrenze bleiben die Hüter des Dollar indes weit entfernt: Nach Angaben von Financial Market Center verfügten die fünf Fed-Gouverneure im vergangenen Jahr noch über zusammengerechnet mindestens 17,3 Mill. Dollar (18,8 Mill. Euro/258 Mill. S) Privatvermögen. 1999 waren es mindestens 19 Mill. Dollar gewesen, die Hauptwohnungen nicht eingerechnet. Reichster Mann im kleinen Kreis der US-Notenbanker ist demnach Edward Kelley mit 6,6 bis 16,6 Mill. Dollar. Als einziger der fünf machte Kelley auch im vergangenen Jahr Plus: Seine Finanzmarkt-Investitionen gewannen 28 bis 42 Prozent an Wert. Er lag damit noch vor Greenspan (4,2 bis 12,1 Mill. Dollar), dessen Anlagen um 17 bis 24 Prozent im Wert sanken. Am untersten Ende der Liste liegt Lawrence Meyer mit 1,3 bis 3,4 Mill. Dollar. (APA)

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