China probt die Sommerspiele 2008

24. August 2001, 09:11
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Universiade der totalen Kosten und Kontrolle

Peking - Chinas Politiker nennen sie "ban xiaoyun", die kleine Olympiade und betrachten sie als Probelauf für die Sommerspiele 2008 in Peking. Für die mit einer zweieinhalbstündigen Eröffnungsfeier mit 12.000 Darstellern vor 80.000 Zuschauern begonnene Universiade scheut Chinas Hauptstadt keine Kosten.

Die "beste Universiade aller Zeiten"

Drei Millionen Zuschauer werden sich die Wettkämpfe in 52 Stadien ansehen. 7000 Sportler aus 166 Nationen nehmen teil - Rekord. Sportfunktionär Tu Mingde verspricht die "beste Universiade aller Zeiten" und einen Vorgeschmack auf Pekings "exzellenteste Spiele in der Geschichte der Olympischen Spiele". Der neue IOC-Präsident Jacques Rogge kommt am 27. August auf Besuch.

Die totale Kontrolle

Die Universiade begleiten 10.000 studentische Helfer, ein dreimonatiger Massen-Fackellauf durch China ging ihr voraus. Peking demonstriert freilich auch als Vorübung auf Olympia die totale Kontrolle. 4000 zusätzliche Polizisten regeln allein den Straßenverkehr. Für die Sportstätten und zum Eintritt in das für rund zwei Milliarden Schilling neugebaute Hochhaus-Athletendorf mit 3955 Wohnungen wurde ein ausgeklügeltes Pass- und Zugangssystem entwickelt.

Chinas hochgesteckte Ziele

Die Chinesen wollen nach Platz Fünf 1999 nun die traditionell Besten, die USA in der Medaillenbilanz überholen, nehmen mit 256 Aktiven, darunter neun Olympiasiegern aus Sydney, teil. Teamchef Li Furong glaubt an Gold in Gymnastik, Wasserspringen, Judo, Leichtathletik und Tischtennis. Österreich schickt 24 StudentInnen, darunter Elmar Lichtenegger (110-m-Hürden) und Klaus Ambrosch (Zehnkampf). (DER STANDARD-Printausgabe, Donnerstag, 23. August 2001, Johnny Erling)

Von Standard-Korrespondent Johnny Erling

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