Krebshilfe: Erhöhung der Posttarife erschwert Kampf gegen Krankheit

22. August 2001, 16:52
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Rund eine Million Porto-Mehrkosten für Spendenaussendungen

Wien - Rund eine Million Porto-Mehrkosten für Spendenmailings bedeuten eine drastische Reduzierung der Präventions- und Informationsarbeit im Kampf gegen den Krebs. Davor warnte die Österreichische Krebshilfe am Mittwoch in einer Aussendung.

Bei der für 2002 angekündigten Verteuerung des Postzeitungstarifes ist auch für gemeinnützige Vereine keine Ausnahme vorgesehen. Für die Arbeit der Österreichischen Krebshilfe bedeutet das die Verdopplung der Versandkosten für die Spenderzeitschrift "Lebenszeichen", die bisher neben der direkten Spenderinformation das Hauptinstrument zur Finanzierung darstellt.

"Wie sollen wir in Zukunft Herrn und Frau Österreicher Aufklärungsbroschüren zukommen lassen, und dadurch unseren Aufgaben im Kampf gegen Krebs nachkommen, wenn seitens der Regierung hier keinerlei soziale Verantwortung übernommen wird?", fragte Doris Sommer, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. "Eine Mehrbelastung, die unsere Aufklärungsarbeit, Forschungsprojekte und Patientenbetreuung im bisher gewohntem Umfang nicht mehr möglich macht."

Die Österreichische Krebshilfe ist im Rahmen der Interessensvertretung Österreichischer Gemeinnütziger Vereine (IÖGV) aktiv gegen die Erhöhung tätig. In einem offenen Brief an alle Mitglieder der Österreichischen Bundesregierung werden politische Entscheidungen zu Gunsten der gemeinnützigen Einrichtungen gefordert. (APA)

Österreichische Krebshilfe
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