Ukraine: Rettungsaktion vier Tage nach Grubenunglück geht weiter

22. August 2001, 15:42
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Suche in brennendem Schacht bei 1000 Grad fast aussichtslos

Kiew - Vier Tage nach dem schweren Grubenunglück in der Ostukraine haben Rettungskräfte trotz eines heftigen Feuers unter Tage am Mittwoch sich doch bemüht, weiter nach zehn vermissten Bergleuten zu suchen.

1000 Grad

Allerdings: Der Brand in 1.250 Meter Tiefe entwickle Temperaturen von 1.000 Grad, deshalb sei die Suche fast aussichtslos, sagte der mit der Klärung der Unglückursache betraute Vizeregierungschef Oleg Dubina der Agentur ITAR-TASS. Die Vermissten würden nicht für tot erklärt, bis die Unglücksstelle vollständig untersucht worden ist.

37 Bergleute wurden Opfer

Bei der Grubengasexplosion in der Schachtanlage Sasjadko in Donezk waren am Sonntag 37 Bergleute getötet worden oder im Krankenhaus gestorben. Die meisten von ihnen wurden bereits unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in dem Grubengebiet Donbass zur letzten Ruhe getragen. Mehr als 30 Kumpel werden weiterhin mit schweren Brandwunden in den Spitälern behandelt.

16 Kumpel schwebten am Mittwoch noch in Lebensgefahr. Die ukrainischen Behörden stellten den Familien der Opfer Entschädigungszahlungen in Höhe von umgerechnet 400.000 Euro (5,50 Mill. S) in Aussicht. (APA/dpa)

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