Ehemaliger "Kleine Zeitung"-Ombudsmann gestorben

22. August 2001, 15:15
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Egon Blaschka erlag 79-jährig einem Krebsleiden

Egon Blaschka, der frühere langjährige Ombudsmann der "Kleinen Zeitung" ist am Dienstag knapp vor Vollendung des 79. Lebensjahres gestorben. Der gelernte Lokalreporter war 1970 der erste Zeitungs-Ombudsmann Österreichs und versuchte die in Skandinavien bewährte Einrichtung auf heimische Verhältnisse zu übertragen, heißt es im Nachruf der "Kleinen Zeitung".

Blaschka war gebürtiger Grazer, er begann nach dem Krieg in seiner Heimatstadt die Berufslaufbahn als Fotograf. Es folgten Jahre bei mehreren Blättern, ehe Egon Blaschka 1951 zur "Kleinen Zeitung" kam und sich als Polizeireporter "mit seiner legendären Spürnase einen Namen machte", so der Nachruf. Mehr als zehn Jahre leitete Blaschka die Lokalredaktion, ehe er sich mit dem "Ombudsmann" im Herbst 1970 an ein völlig neues Aufgabenfeld wagte.

18 Jahre lang war Blaschka ein überaus populärer Ombudsmann, der sich durch "Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft und Gerechtigkeitsbewusstsein" auszeichnete: Blaschka sei "zu Recht stolz" darauf gewesen, dass er "während seines langjährigen Einsatzes für die Menschen zwar oftmals geklagt wurde, aber niemals einen Prozess verlor." Nach seiner Pensionierung (1988) kümmerte sich der Journalist noch als Seniorenberater um die Anliegen seiner Altersgruppe und stand der Leserschaft einmal wöchentlich mit Rat und Tat zur Seite. (APA)

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