Wie das Lama nach Frankreich kam

25. August 2001, 18:31
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Das Städtchen Pontarlier setzt die Tiere gegen wucherndes Gestrüpp ein

Pontarlier - Mit einer Lama-Herde wehren sich die Bauern des ostfranzösischen Städtchens Pontarlier gegen das wuchernde Gestrüpp auf ihren Weiden. "Diese Tiere erweisen uns einen großen Dienst. Alles andere, was wir bisher unternommen haben, war erfolglos", sagt der Vize-Bürgermeister Gabriel Jacquot. Weder Chemikalien noch Handarbeit konnten die stark wachsenden Büsche auf den Hängen des Larmont-Massivs an der Grenze zur Schweiz bändigen.

Schließlich kam die Verwaltung auf die Idee, die Lamas aus dem Tierpark des ortsansässigen Pony-Clubs auf die Büsche anzusetzen. Denn während Ziegen es eher auf Baumrinden abgesehen haben, ist das im französischen Jura wachsende Gestrüpp für die Tiere aus den peruanischen Anden eine Delikatesse. "Für die ist das ein Vier-Sterne-Restaurant", sagt der Pony-Club-Besitzer Jean-Marc Invernizzi. "In Südamerika würden sie nicht besser speisen können." (APA)

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