Legionärskrankheit in Spanien: Serie von Todesfällen

22. August 2001, 16:28
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Bereits sieben Menschen an den Folgen gestorben

Huelva - Die Serie von Todesfällen im Zusammenhang mit der Legionärskrankheit in Spanien reißt nicht ab.

Nach Presseberichten vom Mittwoch starb eine Krebspatientin in einem Krankenhaus in Huelva im Süden des Landes nach einer Infektion mit Legionellen-Bakterien. Das Spital erklärte, der Tod sei nicht direkt durch die Erkrankung verursacht worden. Ein Sprecher räumte aber ein, dass der Zustand der 63-Jährigen sich durch die Infektion verschlechtert habe.

Bereits sieben Menschen an den Folgen gestorben

In den vergangenen drei Wochen waren in Spanien sieben Menschen an den Folgen der Legionärskrankheit gestorben, darunter ein britischer Tourist an der Costa Dorada und zwei Patientinnen eines Hospitals im nordspanischen Pamplona. Spanien ist nach Angaben von Experten dasjenige Industrieland, wo die lebensbedrohliche Erkrankung am häufigsten ausbricht. Erst im Juli hatte die südostspanische Stadt Murcia die weltweit größte Epidemie der Infektion erlebt. Damals wurden 805 Menschen mit Lungenentzündung behandelt, bei 342 von ihnen konnte die Legionärskrankheit nachgewiesen werden. Vier Patienten starben. Eine endgültige Bilanz der Gesundheitsbehörden liegt noch nicht vor.

Bakterien-Infektion

Bei dem Leiden handelt es sich um eine Bakterien-Infektion, die bei geschwächten oder älteren Patienten tödlich enden kann. Die Erkrankung wird durch das Einatmen der Legionellen ausgelöst, die sich in lauwarmem Wasser oder Klimaanlagen vermehren. Die Legionärskrankheit war 1976 in den USA entdeckt worden, als nach einem Treffen von Kriegsveteranen in Philadelphia zahlreiche Teilnehmer erkrankten und starben. (APA/dpa)

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    Gefahr auch im Wasser

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