Konsul Moritsch weist Vorwürfe der VolxTheaterKarawane scharf zurück

22. August 2001, 19:37
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"Dem Rufmord nahe", "böswillige Behauptungen", "beschämend"

Wien - Scharf weist der österreichische Konsul in Mailand, Manfred Moritsch, in einem Leserbrief (an "profil") von Mitgliedern der VolxTheaterKarawane rund um die Anhaltung in Genua gegen ihn erhobene Vorwürfe zurück. Er verweist auf die über das normale Maß hinausgehende Haftbetreuung mit insgesamt 24 Besuchen. "Ich erwarte mir keinen Dank, bin aber entsetzt über diese hinterhältige Vorgangsweise; wundern kann ich mich unterdessen allerdings darüber nicht mehr", so Moritsch.

Das Konsulat habe die Häftlinge zum frühestmöglichen Zeitpunkt besucht, allerdings habe dazu erst ein Besuchsantrag von den italienischen Behörden genehmigt werden müssen. "Beschämend" seien die nunmehrigen Aussagen der VolxTheaterKarawane, "etwa die Unterstellung, ich hätte meine Aufzeichnungen über die Haftbesuche absichtlich verloren". Tatsächlich sei er nach einem Haftbesuch überfallen und ausgeraubt worden, dabei seien die Reifen seines Autos zerstochen worden. Anlässlich der "Betreuung" der EU-SPÖ-Abg. Karin Scheele sei sein Auto neuerlich beschädigt worden, "alles im Interesse der 'Karawane'".

"Besonders schlimm und einem Rufmord nahe" bzw. als "böswillig" empfindet Moritsch die Behauptung, er hätte die behaupteten polizeilichen Übergriffe nicht ernst genommen. "Ich habe meine Betroffenheit und Entrüstung durch meine Körpersprache deutlich gezeigt und verwahre mich gegen anderslautende verleumderische Darstellungen", schreibt er. (APA)

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