Britischer Außenminister: Simbabwe ist internationales Problem

22. August 2001, 13:49
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Straw rechnet mit Teilnahme Mugabes am Commonwealth-Gipfel

London - Die sich dramatisch zuspitzende Krise in Simbabwe ist nach Ansicht des britischen Außenministers ein "internationales Problem" und keine Frage, die nur Großbritannien und die einstige Kolonie im südlichen Afrika angeht. "Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass dies ein internationales Problem ist", sagte Straw am Mittwoch im britischen Rundfunk BBC zu Berichten über die zunehmende Verfolgung von Oppositions-Anhängern und weißen Bauern.

"Seit ich meine Arbeit aufgenommen habe, habe ich mich bemüht, von dieser Karikatur wegzukommen, die Mugabe präsentiert - nämlich, dass es sich um ein koloniales Problem zwischen Großbritannien und Simbabwe handelt", sagte Straw, der seit Juni Außenminister ist. "Das Commonwealth ist nicht das britische Empire und die britische Regierung kontrolliert nicht das Commonwealth."

Er gehe davon aus, dass der simbabwesische Präsident Robert Mugabe am Gipfeltreffen des Commonwealth im September in Brisbane (Australien) teilnehme, sagte Straw: "Der Druck muss durch abgestimmtes internationales Handeln ausgeübt werden." (APA/dpa)

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    Robert Mugabe

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