Vodafone-Chef Gent weist Vorwürfe zurück

22. August 2001, 12:42
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Abfindungen in Übereinstimmung mit deutschen Gesetzen und den Statuten von Mannesmann

Vodafone-Chef Chris Gent hat Vorwürfe unzulässiger Zahlungen an ehemalige Mannesmann-Manager zurückgewiesen. Bei der Übernahme des deutschen Konzerns hätten weder er selbst noch einer seiner Mitarbeiter einem Mannesmann-Angestellten "finanzielle Angebote oder Anreize" unterbreitet, sagte Gent auf der Hauptversammlung der Mannesmann AG am Mittwoch in Düsseldorf.

"Vodafone hatte keinerlei Einfluss"

Vor der Genehmigung der Übernahme durch die Europäische Union am 12. April vergangenen Jahres habe Vodafone zudem keinerlei Einfluss auf Entscheidungen des Aufsichtsrates gehabt, der Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser und weiteren Managern Abfindungen und Prämien in Millionenhöhe zugesprochen haben soll.

Versprechen wurde eingehalten

Richtig sei aber, dass Vodafone das Versprechen von Mannesmann, Zahlungen an Esser und andere Manager zu leisten, eingehalten habe, sagte Gent. Die Abfindungen seien gebilligt und nach seinem Kenntnisstand in Übereinstimmung mit den deutschen Gesetzen und den Statuten von Mannesmann erfolgt. Gent betonte, nach der Billigung der Fusion durch Brüssel, sei es "äußerst wichtig" für Vodafone gewesen, "mit dem Mannesmann-Management konstruktiv zu arbeiten". Nur so habe der Rückzug aus den Firmenbereichen außerhalb des Kerngeschäfts und die Entwicklung des Telekom-Bereichs gesichert werden können. "Dementsprechend fanden wir es angemessen, die Abfindungszahlungen, die vor der EU-Freigabe beschlossen wurden, einzuhalten."

Gent sicherte der Staatsanwaltschaft gleichzeitig seine Kooperationsbereitschaft zu. Der Vodafone-Chef zeigte sich zuversichtlich, dass die Ermittlungen letztlich die Rechtmäßigkeit der Zahlungen ergeben werde. (APA/AFP)

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