Zürcher Schauspielhaus ist Theater des Jahres

23. August 2001, 12:47
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Wiener Burgtheater verpasste die Palme um eine Stimme

Berlin/Wien - Mit einer Stimme Vorsprung ist das Zürcher Schauspielhaus in der alljährlichen Umfrage deutschsprachiger Kritiker erstmals zum Theater des Jahres gewählt worden. 14 Kritiker von insgesamt 41 entschieden sich im Jahresheft 2001 der Zeitschrift "Theater heute" für Christoph Marthalers Neubeginn. Das Wiener Burgtheater verpasste die Palme um eine Stimme.

Peter Zadek: Rregisseur des Jahres

Der Regisseur des Jahres heißt, zum fünften Mal seit 1984, Peter Zadek. "Rosmersholm" an der Wiener Burg brachte ihm sieben, "Bash" an den Hamburger Kammerspielen zwei Stimmen ein. Auf dem Fuß folgt ihm Michael Thalheimer mit sechs Stimmen für "Liliom" am Hamburger Thalia Theater und einer für "Das Fest" in Dresden.

Die Krone als Schauspieler des Jahres muss sich der Zeitschrift zufolge eine "halbe Fußballmannschaft" teilen, die gleichauf mit je drei Stimmen gekürt wurde: Neben dem am 21. Juli gestorbenen Einar Schleef als Nietzsche in "Verratenes Volk" am Deutschen Theater Berlin drängeln sich Michael Maertens, der als Richard II. und als Angelo in "Maß für Maß" am Berliner Ensemble und als Herr in Turrinis Bochumer "Eröffnung" gefiel, Gert Voss als Rosmer in "Rosmersholm", Bruno Ganz als Faust, Henry Hübchen als Stanley Kowalski in "Endstation Amerika" und Ueli Jäggi als Malvolio in "Was ihr wollt".

"Generationendebatte"

Das "Ärgernis des Jahres" war für die meisten Kritiker die "Generationendebatte" am Theater. Sie habe die Kritiker noch häufiger als Tom Strombergs Regime am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und die Auswahl zum diesjährigen Berliner Theatertreffen im Mai erzürnt. (APA)

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