Zahl der Frauen in befristeten Arbeitsverhältnissen steigt

22. August 2001, 12:32
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Um 18.000 auf insgesamt 96.000

Wien - Die Anzahl der unselbständig erwerbstätigen Männer mit befristeten Arbeitsverträgen hat sich 2001 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert während bei Frauen wesentlich öfter befristete Arbeitsverhältnisse registriert worden sind. Im März 2001 gab es laut der alljährlichen Arbeitskräfteerhebung (AKE) 2001 der Statistik Austria 90.000 Frauen aber nur 46.000 Männer mit Befristungen (exklusive Lehrverhältnisse). Bei den Frauen stieg die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse demnach um 18.000 an, bei den Männern gab es einen Rückgang um 13.000. Diese gegenläufige Entwicklung sei bereits im Vorjahr beobachtet worden.

Laut Erhebung betreffen Befristungen insgesamt 4,3 Prozent der unselbständig Erwerbstätigen. Bei den Frauen macht dieser Anteil 6,3 Prozent aus, bei den Männern 2,6 Prozent. Allein in der Berufsgruppe "Händler, Ein- und Verkäufer", wo zu zwei Dritteln Frauen beschäftigt sind, gab es einen Anstieg um 5.000 Personen.

Insgesamt 3.697.000 Erwerbstätige

Die Statistik Austria hat im März insgesamt 3.697.000 Erwerbstätige gezählt - um 13.000 mehr als im Vorjahr. Der Beschäftigungszuwachs betraf dabei fast nur Frauen und hier wiederum solche in Teilzeitbeschäftigung. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen hat die Anzahl der Erwerbstätigen, die einen anderen Arbeitsplatz suchen, leicht zugenommen (auf 146.000, je zur Hälfte Frauen und Männer).

Zweittätigkeiten sind hingegen leicht zurückgegangen (auf 136.000 Männer, 62.000 Frauen). Vom Rückgang der Arbeitslosen (auf 154.000) profitierten Männer stärker als Frauen (-19.000 bzw. -8.000). Der Anteil der Langzeitarbeitslosen, welche schon länger als ein halbes Jahr nach Arbeit suchten, ging heuer abermals merklich zurück (bei Männern etwas deutlicher als bei Frauen), und macht nun bei Frauen 38 Prozent, bei Männern 34 Prozent aus. (APA)

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