GM: Über zehn Prozent der Belegschaft muss gehen

22. August 2001, 12:15
posten

Für August Umsatzrückgang erwartet - Starker Dollar weiterhin Besorgnis erregend

Detroit - Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors (GM) hat seine Ergebnisprognose für das laufende Quartal bekräftigt und zugleich einen größeren Arbeitsplatzabbau als bisher vorgesehen angekündigt. Das Unternehmen erwarte im dritten Quartal (per Ende September) einen Gewinn je Aktie von 83 Cents, teilte GM-Finanzchef John Devine am Dienstag (Ortszeit) in Detroit mit. Die Kosten würden zudem aggressiver als erwartet gesenkt. Die Aktie von GM legte nachbörslich zu.

Der bereits angekündigte Arbeitsplatzabbau von zehn Prozent oder rund 5.700 Stellen in Nordamerika werde überschritten, hieß es weiter. Für das dritte Quartal erwarte der Autohersteller ein unverändertes Produktionsvolumen von 1,23 Mill. Fahrzeugen, während im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum voraussichtlich zwischen einem und drei Prozent weniger produziert werde. Für den August rechnet GM mit einem Umsatzrückgang in den USA von weniger als zehn Prozent, sowohl für das Unternehmen als auch für den Gesamtmarkt.

Starker Dollar weiterhin Besorgnis erregend

Zudem hieß es von GM, die großen Preisnachlässe und der starke Dollar seien weiterhin Besorgnis erregend. "Wir werden das Preisumfeld weiter bewerten und jeden Schritt machen, den wir für notwendig erachten, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte Finanzchef John Devine dazu. Devine hatte Anfang August den starken Dollarkurs als große Bedrohung für die anhaltend schwache Industrie in den USA bezeichnet.

Im nachbörslichen Instinet-Handel stiegen die GM-Aktien auf 56,80 Dollar, nachdem sie zuvor bei 55,70 Dollar aus der regulären Sitzung gegangen waren.

Erst in der vergangenen Woche hatte Konkurrent Ford seine Gewinnprognose für das Jahr 2001 reduziert und zugleich den Abbau von bis zu 5.000 Arbeitsplätzen in Nordamerika angekündigt. (APA/Reuters)

  • Artikelbild
    foto:gm
Share if you care.