Mord und Selbstmord in Wien-Ottakring

22. August 2001, 13:38
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Verzweiflungstat wegen fortschreitender Alzheimer-Erkrankung

Familientragödie in Wien-Ottakring

Wien - Die weit fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung seiner Frau (71) ließ Dienstag Abend einen 75-jährigen Pensionisten in Wien-Ottakring zur Waffe greifen: Der Pensionist erschoss seine Frau und beging anschließend Selbstmord. Die Leichen des Paares wurden am Mittwoch gegen 10.30 Uhr in deren Wohnung vom Schwiegersohn entdeckt.

Noch am Vorabend hatte der Verwandte mit dem pensionierten Maschinenbauer telefoniert, der sich ganz normal gegeben hatte - obwohl er seine Frau zu diesem Zeitpunkt bereits getötet haben musste. Die Leiche der schwerkranken Frau lag mit einem Kopfschuss im Schlafzimmer, berichtete der Ottakringer Stadthauptmann Johann Schabenböck.

Der Täter besaß die Tatwaffe rechtmäßig. Der Mann hängte sich kurz nach der Verzweiflungstat, er hatte die Krankheit seiner Frau als "Belastung für die Familie" empfunden.(APA)

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