Der Vater des Big Bang ist tot

24. August 2001, 11:59
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Er hat den Urknall "erfunden": Astronom und Science-Fiction-Autor Fred Hoyle

London - Der britische Astronom Fred Hoyle, der die Bezeichnung "Big Bang" (Urknall) für eine Theorie über die Entstehung des Weltalls prägte, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Dies berichteten britische Zeitungen am Mittwoch. Der Wissenschafter und Science-Fiction-Autor hatte die Erklärung der Kosmos-Entstehung durch einen "Großen Knall" vor 12.000 Millionen Jahren angezweifelt und ihr dabei zugleich den populären Namen gegeben.

Hoyle war Anhänger der Theorie eines anfangslosen Kosmos. Der Forscher an der Cambridge University wurde durch seine Zweifel an bestehenden kosmologischen Theorien bekannt wie auch für seine auch Laien eingängigen Erklärungen der Wissenschaft.

Obwohl sich Forschungsergebnisse gegen seine Theorien häuften, war Hoyle für seine Arbeit über Sterne, Galaxien, Schwerkraft und Atome anerkannt. Als Kind von Wollhändlern 1915 im nordenglischen Yorkshire geboren, konnte er mit zehn Jahren anhand der Sterne seinen Standort bestimmen. Oft blieb er ganze Nächte lang auf und beobachtete den Himmel durch sein Teleskop. (APA/Reuters)

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