Rosenbauer wieder feuerfester

22. August 2001, 18:25
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Fragezeichen USA - Argentinien: Rückzug wegen Wirtschaftskrise

Wien - Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer will sich heuer feuerfester präsentieren als im Vorjahr. Vorstandschef Julian Wagner geht davon aus, dass das Vorjahresergebnis von 2,7 Mio. EURO (37,15 Mio. S) moderat auf bis zu 3,8 Mio. EURO gesteigert werden kann. Der Umsatz sollte mit geschätzten 281 Mio. EURO auf Vorjahresniveau liegen.

Im ersten Halbjahr 2001 wies das Ergebnis vor Steuern ein Minus von 700.000 EURO aus. Der Gewinn werde aber traditionell erst im zweiten Halbjahr eingefahren, wo auch 60 Prozent des Umsatzes gemacht werden, sagte Wagner. Das Vorjahresergebnis sei zwar durch Sanierungskosten bei der deutschen Metz-Gruppe sowie die Insolvenz der niederländischen Tochter belastet gewesen. Trotzdem will Wagner für heuer keine zu optimistischen Prognosen abgeben: "Ich habe keine Lust, wie im Jahr 2000 vor die Aktionäre zu treten und sagen zu müssen: 'Es war halt nichts.'"

Lage in Europa schwierig

Vor allem auf den mitteleuropäischen Märkten sei die Lage durch den Einsparungsdruck der öffentlichen Hand nach wie vor sehr schwierig. Auf Hochtouren lief dagegen das Geschäft in Nordamerika, wo im ersten Halbjahr um 17 Prozent mehr umgesetzt wurde als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Feuerwehrbranche hinke der allgemeinen Konjunkturentwicklung generell nach. Daher seien auch die Auswirkungen der Delle in den USA für Rosenbauer noch nicht spürbar gewesen. Die weitere Entwicklung sei aber noch nicht exakt zu prognostizieren.

Die Lust auf Geschäfte in Argentinien ist Rosenbauer dagegen vergangen. Der 51-Prozent-Anteil am dortigen Joint Venture wurde an den bisherigen lokalen Mitgesellschafter übertragen. Grund sei die Erwartung eines weitgehenden Investitionsstopps wegen der argentinischen Finanzkrise. Mit der Übertragung sei ein "erhebliches Verlustpotenzial vermieden" worden. (zwi, DER STANDARD, Printausgabe 23.8.2001)

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