USA: Kirche zahlt Millionen-Entschädigung nach sexueller Belästigung

22. August 2001, 11:24
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Rekordsumme soll Rechtsstreit außergerichtlich beilegen

Los Angeles - Die katholische Kirche in Südkalifornien zahlt einem ehemaligen Schüler wegen sexueller Belästigung durch einen Priester eine Entschädigung in Höhe von 5,2 Millionen Dollar (5,70 Mill. Euro/78,4 Mill. S). Nach US-Medienberichten will die Erzdiözese von Orange County mit dieser Rekordsumme den Rechtsstreit eines 28-jährigen Klägers gegen einen ehemaligen Priester außergerichtlich beilegen.

Die Kirche erklärte sich außerdem bereit, sich bei den Opfern sexueller Belästigung zu entschuldigen, Geistliche besser zu überwachen, Anschuldigungen gründlicher zu untersuchen und Missbrauchten mehr Hilfe zu gewähren.

Ryan DiMaria behauptete in seiner Klage, dass er als Schüler von dem Priester Michael Harris wiederholt sexuell belästigt wurde. Vier ehemalige Mitschüler, die ebenfalls angaben, sexuell missbraucht worden zu sein, untermauerten die Anschuldigungen gegen den katholischen Lehrer. Harris, der 1994 aus dem Kirchendienst entlassen wurde, hat wiederholt seine Unschuld beteuert. Der ehemalige Schüler hatte die Erzdiözese verklagt, weil sie angeblich über die Machenschaften des Priesters Bescheid wusste, aber nichts dagegen unternahm. Die Kirche wies diese Vorwürfe zurück. (APA/dpa)

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