IRA-Mitglieder in Kolumbien kommen in Untersuchungshaft

22. August 2001, 13:37
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Sollen FARC-Rebellen in entmilitarisierter Zone trainiert haben

Bogota - Die in Kolumbien wegen der Ausbildung von linksgerichteten Rebellen angeklagten IRA-Mitglieder kommen in Untersuchungshaft. Die drei in einer Kaserne festgehaltenen Männer würden der nationalen Strafvollzugsbehörde übergeben, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Bogota mit.

Martin McCauley, James Monaghan und Niall Connolly waren am 11. August auf dem Flughafen der Hauptstadt Bogota festgenommen worden. Sie kamen aus der entmilitarisierten Sicherheitszone im Süden des Landes, die unter Kontrolle der Guerilla-Organisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) steht. Dort sollen sie die FARC-Rebellen in der Herstellung und im Umgang mit Sprengstoff unterrichtet haben. Ihnen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren.

In letzter Zeit mehren sich die Hinweise auf die Verstrickung linksgerichteter Guerilla-Gruppen in Kolumbien mit anderen Rebellen- und Untergrundorganisationen. Nach Angaben der kolumbianischen Armee bildete die baskische ETA kolumbianische Guerilleros der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) aus. In dem lateinamerikanischen Land herrscht seit 37 Jahren Bürgerkrieg zwischen der linksgerichteten Guerilla, rechten Paramilitärs und der Armee. In den Auseinandersetzungen wurden bisher mehr als 200.000 Menschen getötet. Die Friedensbemühungen der Regierung mit linksgerichteten Rebellen stecken gegenwärtig in einer Sackgasse. (APA)

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