Blockierte Grenze könnte zum Knackpunkt für NATO-Einsatz werden

21. August 2001, 18:24
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Allianz fordert Räumung - Skopje lehnt Gewalt gegen Zivilisten ab

Skopje - Die mazedonische Regierung ist nicht bereit, die seit Tagen andauernde Blockade des Grenzübergangs Blace zum Kosovo gewaltsam aufzulösen. "Kein Minister würde die Verantwortung dafür übernehmen, Gewalt gegen unschuldige Zivilisten anzuwenden, die Opfer ethnischer Säuberung sind", sagte Regierungssprecher Antonio Milososki am Dienstag in Skopje. Der Oberbefehlshaber der NATO für Europa, US-General Joseph W. Ralston, hatte die Auflösung der Blockade verlangt, weil über den Grenzübergang ein wichtiger Nachschubweg für die KFOR-Truppen im Kosovo verläuft.

Die mazedonische Regierung könne den Grenzübergang nur mit Gewalt frei machen, und weil sie auch gegen albanische Rebellen, die seinerzeit eine Straße bei Tetovo blockiert hatten, keine Gewalt angewandt habe, wolle sie es auch diesmal nicht tun, sagte Milososki. Die protestierenden slawischen Mazedonier verlangen die Rückkehr in ihre Heimatorte, aus denen sie von den albanischen UCK-Rebellen vertrieben wurden, und die Freilassung von Entführten. Wenn diese Forderungen erfüllt seien, wollten sie die Blockade der Grenze beenden, sagte Milososki. (APA/dpa)

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    "Das ist Mazedonien" - Die Blockade der Zivilisten wird bereits seit Tagen aufrecht erhalten.

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