Keine Hoffnung für Vermisste in ukrainischer Zeche

21. August 2001, 18:16
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Insgesamt 47 Tote nach Explosion im Bergwerk

Donezk - Die Rettungskräfte haben alle Hoffnungen aufgegeben, die zehn vermissten Bergleuten in dem am Sonntag von einer schweren Gasexplosion erschütterten Kohlebergwerk Sasjadko im Osten der Ukraine lebend zu finden. Die Zahl der Toten erhöhe sich damit auf 47, sagte ein Vertreter des Kraftstoff- und Energieministeriums am Dienstag.

Die im Stollen vermuteten Kumpel seien mittlerweile wohl in dem tief unten lodernde Feuer verbrannt. Die Unglücksursache ist weiter unklar. Nach offiziellen Angaben wird der Schacht bei Donezk in fünf Tagen zugänglich sein, so dass Experten zu dem Explosionsort vordringen und ihn untersuchen können.

Zum Zeitpunkt der Explosion - der zweiten in der größten ukrainischen Kohlegrube innerhalb von drei Jahren - befanden sich nach offiziellen Angaben 259 Arbeiter auf der Schicht in rund 1.000 Metern Tiefe. 36 Kumpels wurden tot geborgen. Von den 43 Verletzten erlag am Dienstag ein Bergmann seinen Verbrennungen. Bei acht Bergleuten war der Gesundheitszustand den Ärzten zufolge weiter kritisch. Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma hatte am Montag eine sofortig Schließung der wegen Sicherheitsmängeln berüchtigten Kohlegrube abgelehnt. Bei Unglücken in ukrainischen Bergwerken sind nach offiziellen Angaben seit Anfang vergangenen Jahres bereits rund 500 Menschen ums Leben gekommen. (APA/Reuters)

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