Vom Drogenhändler zum Porno-Produzent

21. August 2001, 15:21
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Autor Irvine Welsh schreibt an "Trainspotting"-Fortsetzung

Edinburgh - Der schottische Autor Irvine Welsh schreibt an einer Fortsetzung seines Erfolgsromans und Kinohits "Trainspotting". Die vier Hauptfiguren sollten sich in dem neuen Buch mit dem Arbeitstitel "Porno" zehn Jahre nach der "Trainspotting"-Geschichte wiedertreffen, sagte Welsh am Montag auf einem Buch-Festival in Edinburgh. In der voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinenden Fortsetzung werde der Drogenhändler Sick Boy als Porno-Produzent arbeiten.

Bedeckt hielt sich der Autor zu den Figuren Renton und Begbie. "Ich kann nicht sagen, was mit ihnen passiert, das wäre zu viel Information. Aber sie kommen zusammen zurück", sagte Welsh der Nachrichtenagentur Reuters. In der Romanverfilmung von 1996 waren die Schauspieler Ewan McGregor und Robert Carlyle durch diese Rollen bekannt geworden. Wie in "Trainspotting" werde die Handlung zu einem Großteil in einem Vorort der schottischen Stadt Edinburgh spielen. Auch Amsterdem, San Francisco und Südfrankreich kämen vor, wo sich Renton und Begbie ihren Traum vom Reichwerden erfüllt hätten.

"Ich mag dieses Buch"

"Trainspotting" zeichnete das Porträt Jugendlicher, die sich mit Drogenkonsum durch ein ärmliches Leben schlagen, bis sich in London die Chance ergibt, mit einem Drogengeschäft viel Geld zu verdienen. Zur Fortsetzung sagte Welsh: "Ich mag dieses Buch mehr als das erste. Es ist wirklich interessant herauszufinden, was mit all den Figuren passiert ist." Er denke aber noch nicht an eine Verfilmung des Nachfolge-Romans: "Heute ist es fast unmöglich, ein Buch zu schreiben, aus dem nicht ein Film werden könnte. Aber so kann man es nicht angehen. Wenn man ein Buch schreibt, dass einmal ein Film werden soll, dann wird es kein gutes Buch."

Neue Besetzung

Auch bei der Besetzung der Rollen für einen möglichen Film mit den damaligen Schauspielern McGregor und Carlyle ist Welsh skeptisch: "Wenn es ein Film werden sollte, dann wäre es interessant zu sehen, wie andere Leute die Rollen spielen." (APA)

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