Mikroben als Goldschürfer

22. August 2001, 11:09
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Sie nehmen aus heißen Quellen "flüssiges" Gold auf und scheiden festes aus

Amherst/Massachusetts - Eigentlich wollte der amerikanische Wissenschafter Derek Lovley den Einsatz von Mikroben zur Beseitigung von Giftstoffen erforschen. Gefunden hat der Professor an der Universität von Massachusetts nach eigenen Angaben jetzt einen Mikroorganismus, der "flüssiges" (soll heißen: gelöstes) in festes Gold verwandeln kann.

Es handle sich bei den Mikroben um so genannte Extremophile, die unter extremen Bedingungen wie etwa in heißen Quellen existierten, erklärte Lovley. Sie würden das Gold über ein Enzym absorbieren und es in festem Zustand wieder ausscheiden. Dieser Prozess sei zwar für Goldschmiede nicht effektiv genug, weil zu viele Mikroben benötigt würden, sagte der Wissenschafter. Betreiber von Goldminen könnten die Technik jedoch dazu nutzen, Spuren des Edelmetalls zu binden, die sonst mit dem Grundwasser versickern würden. (APA/AP)

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