Europäischer Beratermarkt im vergangenen Jahrzehnt stark gewachsen

21. August 2001, 14:49
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Jährlich weitere 18 Prozent Wachstum bis 2005 erwartet

Wien - Die Umsätze am europäischen Beratermarkt haben sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Zur Jahrtausendwende erreichte der Jahresumsatz der etwa 130.000 in Europa tätigen Unternehmensberater rund 23 Mrd. Euro (316 Mrd. S). Bis zum Jahre 2005 prognostiziert das Londoner Marktforschungsunternehmen Alpha Publications für die Consultingbranche in Europa weiterhin eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 18 Prozent prognostiziert.

Diese Zahlen seien auf den ersten Blick sehr hoch. "Nachdem in den letzten fünf Jahren aber teilweise jährliche Zuwachsraten von 24 Prozent pro Jahr realisiert werden konnten, sind diese Prognosen durchaus zu halten", meinte der geschäftsführende Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg, Heinz Jarmai, am Montag bei einem Hintergrundgespräch. Jarmai hofft, dass ähnliche Zahlen sollten auch in Österreich realisiert würden.

Neue Organisations- und Zusammenarbeitsformen in allen Branchen

Vor allem durch den Einsatz von E-Business ergäben sich neue Organisations- und Zusammenarbeitsformen in allen Branchen. IT-Consulting, derzeit bereits mit 41 Prozent Anteil an den Beratungserträgen Spitzenreiter der diversen Beratungssegmente, werde von Alpha Publications ein Wachstum von 21 Prozent Jahresschnitt vorausgesagt. Die Hälfte der Beratungstätigkeit werde dann in den nächsten Jahren den Bereich Informationstechnologie betreffen, so Jarmai. Rang zwei nimmt nach wie vor die strategische Beratung ein, obwohl dieses Segment in den vergangenen Jahren beim Berater-Marktanteil von 16,5 auf 15 Prozent gesunken sei.

Die traditionellerweise höchsten Umsätze verzeichnet laut Untersuchung Großbritannien mit aktuellen 6,3 Mrd. Euro pro Jahr, gefolgt von Deutschland mit 5 Mrd. Euro. Für beide Länder liegen die Wachtstumsprognosen leicht unter den durchschnittlichen 18 Prozent. In den Ländern Frankreich, Italien und Spanien werden hingegen bis zu 25 Prozent Wachstum erwartet. (APA)

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