Windows XP derzeit völlig unnötig?

22. August 2001, 12:02
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Unternehmen und Heimanwender sollen sich mit Umstieg ruhig Zeit lassen meint die US-Consulting-Firma Gartner

Die Gartner Group warnt Windows-Anwender vor einem raschen Umstieg auf das für 25. Oktober angekündigte neue Betriebssystem Windows XP. "Ich sehe derzeit keinen überzeugenden Grund für ein Upgrade. Für Unternehmensanwender sind vor allem Zuverlässigkeit und Stabilität wichtig, und die sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben", wird Garnters Forschungsleiter für Storage und Server, Philip Sargeant, von Computerworld Australia zitiert.

Abwarten ist sicherer

Nach Angaben von Sargeant wird es in der Startphase des Betriebssystems die üblichen Löcher geben, die Microsoft wie immer nach und nach mit veröffentlichten Patches flicken wird: ".. ich empfehle Business-User diese Zeit der Stabilisierungsphase eerst einmal verstreichen zu lassen". Dasselbe gilt auch für Heimanwender. Die von Microsoft so fleißig beworbenen Multimedia-Funktionen für digitale Fotografie, Audio- und Videoanwendungen seien für die meisten User nutzlos, weil sie nicht über die nötigen Bandbreiten bei der Internet-Verbindung verfügen.

Für Windows 2000 User nicht interessant?

Sargeant bezweifelt, dass viele Windows 2000-Anwender auf das neue Betriebssystem umsteigen werden, größeren Update-Willen räumt er den Windows 95 und 98-User ein. Positiver beurteilt IDC-Analyst Al Gillen die Marktchancen von "Experience". Er geht davon aus, dass die aktuelle Windows-Version bis Ende 2002 öfter verkauft wird als alle andere Windows-Betriebssysteme in der Vergangenheit. (pte)

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