Ottakringer rutscht in die roten Zahlen

21. August 2001, 14:24
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Konzern-Ergebnis drehte auf minus 3,3 Millionen Schilling

Wien - Die börsenotierte Wiener Braukonzern Ottakringer hat im ersten Halbjahr 2001 rote Zahlen geschrieben. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) drehte auf minus 3,3 Mill. S nach plus 1,7 Mill. S im 1. Halbjahr 2000. In diesen Zahlen sind auch die Ergebnisse deutschen Innstadt-Gruppe mit Sitz in Passau enthalten, an der sich Ottakringer im März 2000 beteiligt hat und die nach wie vor operativ negativ ist. Für das Gesamtjahr geht Vorstandsvorsitzender Siegfried Menz von einer Verbesserung des Ergebnisses aus, nicht zuletzt weil die Restrukturierung in Passau gegriffen habe und ein positiver Trend spürbar sei.

Der Bierausstoß der Ottakringer Brauerei AG sank im ersten Halbjahr - in erster Linie wegen der Einstellung wenig gewinnbringender Exporte - um 4,4 Prozent auf 289.000 hl, so Menz. Der Inlandsabsatz ging um 1,5 Prozent auf 257.000 Hektoliter zurück, womit Ottakringer besser als der Markt abgeschnitten habe. Der Gesamtausstoß (inkl. alkoholfrei Bier) der österreichischen Brauereien verringerte sich um 4,5 Prozent auf 4,4 Mill. Hektoliter, der Inlandsabsatz um 4,6 auf 4,1 Mill. Hektoliter. Die Vergleichbarkeit mit dem 1. Halbjahr ist laut Menz jedoch nur bedingt gegeben, weil mit 1. Juni 2000 die Biersteuer erhöht wurde und es daher im Vorjahr zu Vorziehkäufen gekommen sei.

Umsatz und Mitarbeiter nehmen zu

Der Umsatz des Ottaringer-Konzerns stieg von Jänner bis Juni durch die Beteiligung an der Innstadt-Brauerei-Gruppe auf 574 Mill. S nach 498,1 Mill. S. Der Cash Flow im Konzern sank von 47,2 auf 42,5 Mill. S. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich durch die Beteiligung von 212 auf 323 Beschäftigte, 109 davon bei der Ottakringer Brauerei AG.

Der Umsatz der Ottakringer Brauerei AG sank im 1. Halbjahr 2001 von 490,7 Mill. S auf 483,2 Mill. Der Cash Flow sank von 46,4 auf 41,8 Mill. S, wobei hier die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten durchschlagen, hieß es in der Unternehmensmitteilung weiter. Das Ergebnis wurde nicht gesondert ausgewiesen. Die Investitionen von 121,2 Mill. S flossen zu drei Viertel in die Neueinrichtung eines Spezialwertpapierfonds, der Rest in Sach- und Marketinginvestitionen, sagte Vorstandsvorsitzender Siegfried Menz heute, Dienstag, zur APA.

Die Passauer Innstadt Bauerei fuhr im ersten Halbjahr weiter ein negatives Ergebnis ein, der Verlust habe sich jedoch um 12,1 Prozent verringert. Bei der Glückauf-Brauerei mit Sitz in Chemnitz sei der Umsatz um 2,7 Prozent gestiegen, das - positive - EGT sogar um 7,4 Prozent. Der nicht konsolidierte Umsatz der Innstadt Gruppe betrug in den ersten sechs Monaten 85,1 Mill. S. (APA)

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