Werbechef Prenner neuer Chef des Werbefestivals Cannes

21. August 2001, 16:48
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Wrabetz gratuliert "mit lachendem und weinenden Auge"

Der Geschäftsführer der ORF-Enterprise, ORF-Werbechef Franz Prenner (47), scheidet mit Jahresende 2001 aus dem ORF aus und wird ab Jänner 2002 neuer Weltgeschäftsführer (CEO) des internationalen Cannes-Werbefestivals in London. Dies teilte der ORF am Dienstag in einer Aussendung mit. "Ich freue mich auf die neue, verantwortungsvolle Aufgabe als Chef des weltweit renommiertesten Werbefestivals, bleibe aber dem ORF auch in Zukunft eng verbunden", so Prenner zu seinem beruflichen Wechsel.

Ab 2002 eine neue Herausforderung

Prenner ist seit 1. Juni 1995 Leiter der ORF-Werbung, die für die Vermarktung von klassischer Werbung, Product Placement, Kooperationen und Sponsoring zuständig ist. Seit 1. April 1999 ist er nach der Ausgliederung der ORF-Werbung im Rahmen einer eigenen Tochtergesellschaft gemeinsam mit Sissy Mayerhoffer Geschäftsführer der ORF-Enterprise. Diese baute er strukturell und organisatorisch maßgeblich auf. "Nach einer sechsjährigen unheimlich spannenden und - so glaube ich - erfolgreichen Tätigkeit beim ORF, bei dem ich gemeinsam mit einem großartigen, jungen und kompetenten Team arbeiten durfte, werde ich ab 2002 eine neue Herausforderung in der internationalen Werbeszene annehmen", meinte Prenner.

Erfolgreichster Werbechef

Prenner sei der erfolgreichste Werbechef in der Geschichte des ORF, wurde am Dienstag betont. Im Jahr 2000 erreichte er für den ORF mit einem Werbeumsatz von mehr als 5,5 Mrd. S (400 Mill. Euro) das beste Werbeergebnis aller Zeiten. Der Kaufmännische Direktor des ORF, Alexander Wrabetz, gratulierte Prenner "ganz herzlich zu seinem Karrieresprung". Er sehe diesen aber "mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Einerseits kann ein Unternehmen, wie der ORF, stolz sein, wenn ein führender Manager internationale Karriere macht, andererseits bedauere ich seinen Abgang, da er maßgeblichen Anteil am Werbeerfolg des ORF hat." (APA)

  • Franz Prenner
    foto: orf

    Franz Prenner

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