Mobile Werbung wird bald zum Milliardengeschäft

21. August 2001, 12:59
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Momentan stecken Marketing und Werbung auf dem Handy noch eher in einer spielerischen Phase

Momentan stecken Marketing und Werbung auf dem Handy noch eher in einer spielerischen Phase, doch das Potenzial, das die Marktforscher dieser Technik für die nahe Zukunft vorhersagen, ist gewaltig: Im Jahr 2006, so schätzen etwa die Analysten von Frost & Sullivan, könnten allein in Westeuropa rund 37 Milliarden drahtlose Werbebotschaften verschickt werden. Auf dem Sektor der mobilen Bannerwerbung rechnen die Experten mit einem Anstieg von derzeit 51,5 auf 464,7 Millionen US-Dollar, bei den so genannten "interaktiven Alerts" wird ein Jahresumsatz von 7,4 Milliarden Dollar erwartet.

Heute, so sehen es die Forscher nüchtern, übersteigt die Euphorie allerdings die Realität noch bei weitem: Die Schlüsseltechnologien sind noch nicht ausgereift, die Kampagnen zu oberflächlich geplant, die Preisstrukturen sind noch nicht klar festgelegt, und auch die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz müssten laut Frost & Sullivan noch modifiziert werden.

Außerdem hält sich derzeit die Anzahl der Marken und Anbieter noch in Grenzen: Das mobile Marketing wird gegenwärtig von jungen Unternehmen, die sich ausschließlich auf drahtlose Kommunikation konzentrieren, und den Telekomprovidern dominiert.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Handywerbung hängt aber freilich auch von der Akzeptanz der Endanwender ab. Die Marktforscher rechnen damit, dass in fünf Jahren 65 Prozent der Handybenutzer bereit sein werden, Werbung entgegenzunehmen. (ufw, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21. 8. 2001)

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