Die unerträgliche Leichtigkeit des Hacks

21. August 2001, 17:02
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Neues Programm macht lokale Funknetzwerke zu beliebten Angriffszielen

Für Hacker eine wahre Freude, für Sicherheitsexperten ein Alptraum: So könnte man kurz und bündig die momentane Situation von lokalen Funknetzwerken bezeichnen. Schon seit längerer Zeit warnen Fachleute vor der Verwundbarkeit dieser so genannten "Wireless LANs". Ein neues Hackertool zeigt Sicherheitslücken deutlicher als je zuvor auf und ermöglicht so kontrollierte, bessere und vor allem gefährlichere Angriffe.

"AirSnort" sorgt für Aufregung

Vor wenigen Tagen tauchte eine Beta-Version von "AirSnort" im Internet auf. Mit Hilfe dieses Programms lassen sich Funknetzwerke auf mögliche Angriffspunkte untersuchen und ermöglichen einen gezielten Angriff. Das Einzige was ein Hacker braucht ist eine genügend große abgefangene Datenmenge, so etwa zwischen 100 Megabyte und einem Gigabyte, und schon das Verschlüsselungs-Passwort innerhalb weniger Sekunden ermittelt werden.

Angriffswelle droht

Aufgrund der einfachen Handhabung befürchten Sicherheitsexperten eine Angriffswelle von Hacker auf Funknetzwerke. Sobald "AirSnort" das Passwort geknackt hat, stehen einem Angreifer Tür und Tor weit offen. Informationen, wie etwa Passwörter und interne Mails sind einfach herauszufinden. Viele Unternehmen schützen ihre LANs nicht ausreichend und verlassen sich blind auf das Wireless Encryption Protocol (WEP), das eigentlich Sicherheitsstandard ist aber leicht zu umgehen. Die Entwickler von "AirSnort" wollen mit der Veröffentlichung ihres Programms diese Sicherheitsmängel aufzeigen und ein Umdenken anregen. Jeremy Bruestle, einer der Programmierer sagte in einem Interview: "AirSnort soll den Leuten die Augen öffnen."(red)

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