Virtuelle Buchung für reale Erholung

21. August 2001, 12:55
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Österreich ist ein Eldorado für Onlinebucher

Österreich ist ein Eldorado für Onlinebucher: Während die Alpenrepublik normalerweise rund sechs Prozent des gesamteuropäischen Touristenaufkommens für sich verbuchen kann, kann sich Österreich bei den Buchungen per Internet über einen Anteil von stolzen 13 Prozent freuen.

Einen wesentlichen Schritt zum Ausbau des E-Tourismus setzte die Österreich Werbung (ÖW) mit ihrem neuen Internetportal, das im Sommer in Betrieb genommen wurde: Unter www.austria-tourism.at finden Websurfer nicht nur die von der ÖW aufbereiteten generellen Informationen zum Tourismusland Österreich, sondern auch Links zu zahlreichen Fremdenverkehrsbetrieben. Gemeinsam mit den Tiroler Onlinepionieren von TIScover, die schon vor zehn Jahren ihr Land auch virtuell vermarkteten, wurde ein Redaktionssystem entwickelt, das die Inhalte der Tourismuspartner dem Corporate Design der Österreich Werbung so weit anpasste, dass sich die Websites, wie ÖW-Sprecherin Christa Lausenhammer im Gespräch mit dem STANDARD betont, für den User in einem einheitlichen, gleich zu navigierenden Bild präsentieren.

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer wird den heimischen Tourismus- und Freizeitbetrieben die Möglichkeit geboten, sich unter einem Dach im Netz zu präsentieren, wobei der Erfolg dieses Systems allerdings, wie Michael Raffling von der Wirtschaftskammer hervorhebt, vor allem davon abhängen wird, wie die Betriebe ihre Daten pflegen und aktualisieren - damit die virtuelle Buchung dann auch tatsächlich zu einer realen Erholung führt.

Die Anforderungen der Onlinebucher steigen freilich auch mit den Möglichkeiten, die die globale Vernetzung bietet. War es anfangs schon revolutionär, wenn man als Reisender per E-Mail eine Reservierungsanfrage stellen konnte und ein paar Tage später die Antwort in seiner Mailbox vorfand, will der Surfer von heute auf der Stelle eine elektronische Bestätigung für seine Buchung, denn das nächste Hotel ist heute schließlich auch nur noch einen Mausklick entfernt. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21. 8. 2001)

Von Uwe Fischer-Wickenburg
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