Nach Brand in Rieder Mineralölbetrieb ermitteln nun die Sachverständiger

23. August 2001, 12:05
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Diskussion über Betriebsstandort in verbautem Gebiet entbrannt

Linz - Die Ermittlungen der Brandsachverständigen sind nach dem Feuer in dem Rieder Mineralölbetrieb Eurol in Oberösterreich voll angelaufen. Bis Mittag war nach Auskunft der Gendarmerie noch unklar, was die Flammen in dem Fettkessel ausgelöst haben könnte. Die Feuerwehr stand die ganze Nacht im Einsatz, um Glutnester zu beseitigen. Am Mittwoch entwickelte sich auch eine Diskussion über das Gefahrenpotenzial des Betriebes in bewohntem Gebiet.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist bislang ebenfalls noch unbekannt. Die Geschäftsführung von Eurol kündigte an, den Betrieb nach einigen Reparaturarbeiten noch am selben Tag wieder aufnehmen zu wollen.

Forderung nach Absiedlung

Demgegenüber kündigte der Rieder Bürgermeister, Albert Ortig (V) an, nach dem Brand des Mineralölbetriebes für eine Umsiedlung der Firma einzutreten. Es sei aus seiner Sicht zu gefährlich, an diesem Standort weiter eine Fettkocherei zu betreiben.

Die Grüne Nationalratsabgeordnete Gabriele Moser forderte in einer Presseaussendung ein landesweites "screening". Dabei sollten die "größten Risikobereiche" erhoben und nach ihrem Gefährdungspotenzial in einem Kataster bewertet werden. Für etwaige dann "erforderliche" Konsequenzen - etwa Absiedlungen - solle die Einrichtung eines Fonds überlegt werden. (APA)

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