Bombenanschlag auf Kloster bei Tetovo

21. August 2001, 12:20
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Regierung spricht von "extrem gefährliche Provokation"

Skopje - Albanische Rebellen haben Dienstag Früh den St. Atanasius-Klosterkomplex bei Tetovo in Nord-Mazedonien erheblich beschädigt. Wie Vertreter der orthodoxen Kirche mitteilten, ging gegen 3.00 Uhr eine Bombe in der weitläufigen Anlage in dem Dorf Lesok hoch. Weite Teile der Gebäude der historischen Anlage St. Atanasius seien zerstört, teilte die mazedonisch-orthodoxe Kirche in Skopje mit.

Ein Sprecher des mazedonischen Verteidigungsministeriums bezeichnete den Angriff auf das Kloster als "extrem gefährliche Provokation" mit möglicherweise schwerwiegenden Konsequenzen. Das Kloster ist eines der wichtigsten Zeugnisse der mazedonischen Geschichte. Aus Polizeikreisen verlautete, ein Team der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werde im Laufe des Tages den Ort des Anschlags besichtigen.

Ein westlicher Diplomat bezeichnete nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die Attacke als "verdächtig", da die Rebellen bisher keine religiösen Stätten angegriffen hätten: "Wenn jemand das Friedensabkommen zum Scheitern bringen wollte, wäre das eine Möglichkeit." (APA/dpa)

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