Karlsruhe: Plutonium-Diebstahl in stillgelegter Wiederbereitungsanlage

21. August 2001, 12:01
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Ehemann verabreichte Frau vermutlich Plutonium über das Essen

Berlin - Das aus der stillgelegten Karlsruher Wiederbereitungsanlage für Atommaterial gestohlene Plutonium sollte nach einem Bericht des Magazins "Stern" offenbar für einen Mord benutzt werden. Das Magazin berichtete am Montag, der wegen des Diebstahls verhaftete 47-jährige Mann habe mit dem hochgiftigen radioaktiven Material seine Lebensgefährtin umbringen wollen.

Wohnung hochgradig verstrahlt

In dem Bericht hieß es, Ermittler hätten erklärt, die 51-jährige Frau habe Substanzen wie Cäsium 137 über den Magen aufgenommen. Die Behörden schlössen nicht aus, dass der Mann ihr das Material ins Essen getan habe. Die Frau weise eine zehn Mal so hohe radioaktive Verseuchung auf wie ihr Partner. Der Mann habe nur mit der Atemluft Teile des Plutoniums aufgenommen, das monatelang in seiner Wohnung versteckt gewesen sei. Die Ermittler hätten die Wohnung noch nicht durchsuchen können, da sie noch hochgradig verstrahlt sei.

Mann gestand radioaktives Material mitgenommen zu habenB

Der Mann, der für eine Fremdfirma arbeitete, hatte Mitte Juli gestanden, radioaktiv verseuchte Wischtücher und ein Fläschchen mit radioaktiver Flüssigkeit aus der Anlage herausgeschmuggelt zu haben. (APA/AP)

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