Osttirol: Franzose starb nach Kajakunfall

21. August 2001, 12:29
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In Stromschnellen gekentert und mehrere Kilometer abgetrieben

Innsbruck - Ein tragisches Ende hat die Kajakfahrt einer zwölfköpfigen Urlaubergruppe am Montag auf der Isel in Osttirol genommen. Ein 42-jähriger Franzose war bei Virgen in Stromschnellen geraten, kenterte und wurde mehrere Kilometer abgetrieben. Er starb wenige Stunden nach seiner Bergung im Krankenhaus.

Nach Angaben der Gendarmerie handelte es sich bei allen Gruppenmitgliedern um erfahrene Kajaksportler, die jeweils mit Einzelkajaks unterwegs waren. Nach zwei Kilometern Fahrt flussabwärts im Bereich der so genannten "Nolzer Brücke" musste die Gruppe feststellen, dass der bis dorthin ruhige Flussverlauf in einen stark abfallenden und reißenden Abschnitt überging. Sofort hätten alle Teilnehmer das rechte Flussufer angesteuert. Ein 14-Jähriger konnte sich auf einen Felsen in der Flussmitte retten und wurde dann dort von seinen Begleitern geborgen.

Franzose gelangte nicht an das Ufer

Der 42-jährige Franzose gelangte nicht an das Ufer und musste die Stromschnellen durchfahren. Der Mann wurde nach dem Kentern flussabwärts getrieben, wo er erstmals im Ortsteil Unterpellach nach zwei Kilometern in der Flussmitte bewusstlos gesichtet werden konnte. Er wurde weiter abgetrieben und nach 500 Metern im Gemeindegebiet von Matrei in einem etwas ruhigeren Flussteil von einem Mitglied der Wasserrettung aus dem Wasser gezogen werden.

Die Besatzung des zwischenzeitlich eingetroffenen Notarzthubschraubers führte zusammen mit einem Mann der Wasserrettung die Erstversorgung und Reanimation des Bewusstlosen durch. Er wurde ins Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht, wo er mit lebensbedrohlichen Kopf- und Weichteilverletzungen sowie starker Unterkühlung stationär aufgenommen werden musste. Die Ärzte konnten dem Urlauber allerdings nicht mehr helfen. (APA)

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