Japan: Taifun "Pabuk" fordert mehrere Tote

22. August 2001, 15:14
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Wirbelsturm erreichte Tokio mit 80 km/h

Tokio - Der mörderische Taifun "Pabuk" hat am Mittwoch die japanische Hauptstadt Tokio erreicht, allerdings mit geringerer Wucht als befürchtet. "Seine Kraft hatte nachgelassen", sagte ein Sprecher der japanischen Wetterbehörde.

Sieben Menschen getötet und etwa 30 verletzt

Bei seinem Weg von der Präfektur Wakayama nach Nordosten in Richtung Tokio wurden durch den Taifun sieben Menschen getötet und etwa 30 verletzt worden. Zahlreiche In- und Auslandsflüge, Fähren und Zugverbindungen fielen aus. Dem Sprecher zufolge drohten dem Nordosten des Landes allerdings auch durch den abgeschwächten Sturm massive Regenfälle. Auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido könnten bis zu 200 Millimeter Niederschlag fallen.

108 auf etwa 80 Km/h

Der nach einem großen Süßwasserfisch benannte Sturm "Pabuk" ist der erste seit zwei Jahren, der die japanischen Hauptinsel Honshu erreicht hat. Tokio selbst war zuletzt vor drei Jahren von einem Wirbelsturm heimgesucht worden. Bis zur Ankunft in Tokio fielen die Windgeschwindigkeiten im Zentrum des Taifuns von 108 auf etwa 80 Km/h. In Wakayama waren vorsorglich etwa 7.000 Einwohner in Notunterkünften untergebracht worden.

180 Zugverbindungen und Dutzende Flüge ins In- und Ausland gestrichen

Nach Polizeiangaben wurde während des Sturms ein 56-jähriger Mann von einem Baum erschlagen. Ein Bahn-Mitarbeiter sei durch einen Stromschlag getötet worden, als er Zweige von einer Oberleitung entfernt habe. Wegen des Taifuns wurde vorsorglich die Zahl der Fahrten des Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen zwischen Tokio und Osaka um zwei Drittel verringert. Am Dienstag waren wegen des Taifuns 180 Zugverbindungen und Dutzende Flüge ins In- und Ausland gestrichen worden. Zahlreiche Fähren blieben wegen der rauen See im Hafen. Mehr als 31.000 Passagiere waren von den Ausfällen betroffen. (APA/Reuters)

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