Zweitgrößte US-Bank in Nöten

21. August 2001, 17:15
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J.P. Morgan Chase will 8.000 Stellen streichen

New York - Die zweitgrößte Bank der USA, J.P. Morgan Chasse, will wegen der schlechten Wirtschaftslage insgesamt 8.000 Stellen streichen. Das wären rund acht Prozent aller Beschäftigten. Ein Sprecher der Bank lehnte einen Kommentar zu dem Bericht von Dow Jones Newswire von Montag ab. Schon im vergangenen Monat hatte es geheißen, es würden deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 5.000 Stellen abgebaut. Hintergrund sind offenbar die deutlich gesunkenen Gewinne.

Die zahlreichen Entlassungen beeinträchtigen auch das Geschäft der weltgrößten Personalvermittlung für Führungskräfte, Korn/Ferry International. Die Firma kündigte am Montag an, sie werde rund 500 Stellen abbauen. Das sind 20 Prozent der Belegschaft. Auch die Bezüge der Manager sollten um zehn Prozent gesenkt werden.

Agilent Technologies, ein führender US-Hersteller von Mess- und Regeltechnik, hat nach weiteren Verlusten im dritten Quartal die Streichung von 4.000 Stellen angekündigt. Im April hatte das Unternehmen schon angekündigt, dass alle Bezüge um zehn Prozent gekürzt würden. Die Verluste jetzt lagen zwar niedriger als erwartet, die Stellenstreichungen seien aber notwendig, da nicht so bald mit einer Besserung der Lage zu rechnen sei, erklärte Firmenchef Ned Barnholt. (APA/AP)

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