Russland und USA arbeiten an Plan für Nahost-Beobachter

21. August 2001, 22:49
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Beide Mächte für direkte Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien

Moskau - Russland und die USA sind nach den Worten des russischen Nahost-Gesandten Wassili Sredin bereit, im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern einen Plan für die Entsendung unabhängiger Beobachter in den Nahen Osten zu erarbeiten. Zudem seien sich beide Staaten einig, direkte Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien seien für ein Ende der Gewalt nötig, sagte Sredin der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass am Montag. "Wenn es nötig ist, unsere Unterstützung bei der Lösung des Konfliktes zu verstärken, können mit Einverständnis der Konfliktparteien entsprechende Maßnahmen ergriffen werden", sagte Sredin. Darunter könnte auch die Entsendung internationaler Beobachter fallen.

Die Palästinenser hatten wiederholt die Entsendung internationaler Beobachter in die Region gefordert. Die israelische Regierung wies diese Forderung bisher zurück. Am Montag lehnten die USA die palästinensische Forderung nach Beobachtern im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) als einseitig und nicht praktizierbar ab.

Die führenden Industrienationen und Russland (G-8) hatten sich im Juli auf ihrem Gipfel in Genua für internationale Beobachter ausgesprochen, um den Friedensplan einer internationalen Kommission unter Leitung des früheren US-Senators George Mitchell umsetzen zu können. Der Plan sieht eine siebentägige Waffenruhe vor, der schrittweise vertrauensbildende Maßnahmen folgen sollen, um so den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zu ebnen. (APA/Reuters)

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