USA: Globalisierungsgegner klagen gegen Polizeistrategie vor IWF-Tagung

21. August 2001, 06:32
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Behörden wollen weiten Teil der Washingtoner Innenstadt komplett abriegeln

Washington/Hamburg - Globalisierungsgegner in den USA haben gegen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen bei der Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank Ende September eine Klage eingereicht. Für das auf zwei Tage verkürzte Treffen am 29. und 30. September wollen die Behörden weite Teile der Innenstadt von Washington komplett abriegeln, um Konfrontationen zu verhindern. Der Sprecher einer Gruppe von Globalisierungsgegnern, Carl Messineo, erklärte dazu, dies komme einer Aussetzung des in der Verfassung garantierten Rechts auf Rede- und Versammlungsfreiheit gleich.

In Deutschland demonstrierten unterdessen in mehreren Städten Globalisierungsgegner für die Freilassung der im Zusammenhang mit dem G-8-Gipfel von Genua inhaftierten Gesinnungsfreunde. Über 500 Menschen gingen in Bremen auf die Straße. In Berlin gelangten etwa zehn Globalisierungsgegner in das Willy-Brandt-Haus und verschanzten sich in einem Raum. 15 Deutsche sind derzeit noch in Italien im Zusammenhang mit dem Genua-Gipfel im Gefängnis. (APA/AP/dpa)

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