Im Kampf gegen die neue Subventions- politik

29. August 2001, 20:57
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Der kosmos.frauenraum bittet um Mitarbeit

So wie viele feministische Projekte hat auch der kosmos.frauenraum mit der Subventionspolitik zu kämpfen. Die Obfrau des kosmos.frauenraum wendet sich aus diesem Anlass an Künstlerinnen und andere Frauen mit der Bitte um Engagement und Unterstützung. dieStandard.at bringt einen Auszug aus dem Aufruf.

"Ihr Abtritt bitte: diese Regierung, deren Kunst- und Frauenfeindlichkeit in unrühmlichem Wettstreit stehen. Doppelt betroffen sind Künstlerinnen und Kunstinitiativen mit feministischen Zielsetzungen. Kürzungen und Streichungen, Ignoranz und Kommunikationsunfähigkeit vernichten Jahre und Jahrzehnte geleisteter Aufbauarbeit ebenso wie innovativ-kreative Formationen.

Wir wehren uns, indem wir eine breite Front bilden.
Wir sprechen persönlich Betroffene an ebenso wie arrivierte Künstlerinnen.
Wir ersuchen um Deinen/Ihren/Euren persönlichen Beitrag.

Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen bitten wir um schriftliche Erlebnisberichte über die Behandlung von Seiten der Subventionsgeber, Infos über Kürzungen und Streichungen, Aufzeichnungen bez. Bemühungen um Gesprächstermine. Je präziser, desto besser.

Künstlerinnen, die solche Erlebnisse nicht haben, etwa weil sie unabhängig von Subventionen arbeiten können oder von Kürzungen (noch) nicht betroffen sind, ersuchen wir um eine solidarische Wortspende. Wir bitten auch andere Frauenvereine und frauenpolitisch Engagierte um ihre Erfahrungen und um Wortspenden.

Wir brauchen diese Beiträge bis spätestens 31. August per email, Brief oder Fax.

Erzielt werden soll eine klare Stellungnahme und detaillierte Darstellung der Subventionsgeber zu:

  • Maßnahmen zur Frauenförderung in Kunst und Kultur (erfolgte und zukünftige)
  • Gender mainstreaming in Kunst und Kultur? Anwendungen und Auswirkungen
  • Zahlenmaterial zur Erhebung von geschlechtsspezifischer Förderungspolitik (inklusive der abgelehnten Projekte!)
  • Stellungnahme zum Missverhältnis in Angebot und Dotierung bei freien Produktionen im Vergleich zu Grossbühnen, zu entnehmen der aktuellen Studie „Theater in Wien und Graz“ von R. Minichbauer, M.Mokre und J.Alton

    Ergänzungs- bzw. Änderungsvorschläge sind willkommen! Die Oppositionsparteien sind aufgefordert, parlamentarische Anfragen zu diesen Themen zu stellen.

    Wir werden die Erfahrungen von kosmos.frauenraum, die der Künstlerinnen und Kulturinitiativen bei der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung des kosmos präsentieren. Alle KünstlerInnen und Interessierte sind herzlich eingeladen, persönlich zu erscheinen (wenn es der frühzeitige Termin zulässt).
    Termin: Mo, 10. September, 10.30 Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny hat sein Kommen bereits zugesagt.

    Rückfragen bitte an Barbara Klein, Leiterin von kosmos.frauenraum (red)

  • kosmos.frauenraum
    Siebensterng. 42
    A-1070 Wien
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