FPÖ bestätigt: Markus Mitterrutzner wird neuer Bundesgeschäftsführer

21. August 2001, 13:49
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Bisheriger persönlicher Referent Riess-Passers folgt auf Trattner

Innsbruck/Wien - Der persönliche Referent von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Markus Mitterrutzner (29), wird neuer Bundesgeschäftsführer der FPÖ. Das bestätigte Riess-Passer am Montag vor Beginn des Tiroler FPÖ-Parteivorstandes in Innsbruck. Mitterrutzner folgt mit 1. September Gilbert Trattner nach. Riess-Passer begründete ihre Entscheidung vor Journalisten damit, dass Mitterrutzner die Partei von der Pike auf kenne.

Trattner (51) gab Mitte Mai bekannt, dass er zurücktreten und in die Wirtschaft zurückkehren möchte. Er war seit April 2000 Bundesgeschäftsführer.

Vom Kfz- zum FPÖ-Mechaniker

Mit dem neuen FPÖ-Bundesgeschäftsführer Markus Mitterrutzner tritt ein Mann aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht. Bisher war der 29-Jähriger nur Insidern als persönlicher Referent von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer bekannt. Seit 1999 steht er der freiheitlichen Parteichefin zur Seite. Davor war er seit 1992 in der Tiroler Landesgeschäftsstelle der Freiheitlichen tätig. Mitterrutzner, am 4. März 1972 geboren, ist Vater eines Kindes und nicht verheiratet.

Als möglicher Geschäftsführer war er schon nach dem Rücktritt von Gerald Mikscha im Frühjahr 2000 gehandelt worden. Damals kam letztlich aber der erfahrene Gilbert Trattner zum Zug. Nun tritt der gelernte Kfz-Mechaniker nach einigem Zögern aber doch den in der FPÖ nicht unbedingt populären Posten an.

Der Tiroler gilt bei den Freiheitlichen als verbindlich und auch in unangenehmen Situationen gelassen. Selbst bei den Wahlniederlagen des vergangenen Jahres ließ er sich von der allgemeinen Nervosität nicht anstecken. Parteiintern dürfte Mitterrutzner eigentlich recht wenige Probleme haben, ist er doch enger Vertrauter Riess-Passers, kann aber auch mit ihrem Vorgänger Jörg Haider und Klubobmann Peter Westenthaler gut.

Mitterrutzner will neue Struktur für FPÖ

Mitterrutzner will eine neue Struktur für seine Partei. Am Rande einer Vorstandssitzung der Tiroler FPÖ am Montagabend in Innsbruck sagte der gebürtige Innsbrucker, er werde nicht nach außen auftreten, sondern seine Aufgabe vor allem im organisatorischen Bereich wahrnehmen.

Er kenne die Partei von Grund auf und arbeite seit 1992 mit. Unter anderem war er im Landtagswahlkampf 1999 engagiert. "Ich kann mit allen Landesorganisationen", sagte Mitterrutzner. Er arbeite an einem Konzept, den Wechsel der FPÖ von der Opposition in die Regierung "auch in organisatorischer Hinsicht zu finalisieren". Auch über die Frage, ob es drei Generalsekretäre gerben müsse, solle diskutiert werden. (APA)

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