Mit "Evita" zum Erfolg

21. August 2001, 12:20
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Bilanz der Klagenfurter Seebühne: Stolz, ohne Subventionen ausgekommen zu sein

Klagenfurt - Das Musical "Evita" als Produktion des Stadttheaters auf der Klagenfurter Seebühne verzeichnet eine Auslastung von 99 Prozent. "Wir haben mit unser Ziel erheblich überschritten", stellte Stadttheater-Intendant Dietmar Pflegerl fest, dennoch wird es einen Verlust von sechs Millionen Schilling geben.

Zu Mehrkosten sei es durch zehn verloren gegangene Probentage (hervorgerufen durch das Gastspiel des Wiener Staatsopernballetts) und statische Auflagen für das Bühnenbild gekommen. Diese werden aus Reserven des Stadttheaters abgedeckt.

"Evita" 2002 auf Mallorca

Der große Erfolg von "Evita" hat sich auch im Ausland herumgesprochen. Laut Pflegerl will eine deutsch-spanische Gruppe die gesamte Produktion aufkaufen und im nächsten Jahr auf Mallorca als Open-Air-Veranstaltung aufführen.

Ohne Subventionen

"Es ist zum ersten Mal, dass die öffentliche Hand keinen Schilling an Subventionen ausgeben musste", sagte Pflegerl. "Wir sind die einzigen Festspiele in Österreich, die ohne Förderungen auskommen."

Nächstes Jahr "Jesus Christ Superstar", aber diesmal mit Förderung

2002 will Dietmar Pflegerl auf der Klagenfurter Seebühne "Jesus Christ Superstar" produzieren (und dabei selbst Regie führen). "Deshalb benötigt das Stadttheater eine Subvention von 9,5 Millionen Schilling", sagte er. Die Subvention sei im Verhältnis zu Starnacht und Beach-Volleyball ohnehin "bescheiden", sagte Pflegerl. Außerdem verdiene die öffentliche Hand über direkte und indirekte Steuern an den Festspielen 43,5 Mill. S.

Vertrag muss bis Oktober unter Dach und Fach sein

Der Intendant verlangt von Land und Stadt, dass der Vertrag für 2002 spätestens am 1. Oktober diesen Jahres unterschrieben ist. "Sollte dies nicht der Fall sein, müssten wir unser Angebot zurücknehmen", sagte er. "Denn wir müssen selbst spätestens im Oktober die Verträge mit den Künstlern abschließen." (APA)

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