Simbabwe: Gericht ordnet Freilassung weißer Farmer an

20. August 2001, 15:51
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21 Großbauern kommen mit Kaution frei - sie sollen Landbesetzer attackiert haben

Harare - Ein Berufungsgericht in Simbabwe hat am Montag die Freilassung auf Kaution von 21 weißen Gutsbesitzern angeordnet, denen Übergriffe auf Landbesetzer vorgeworfen werden. In Harare ordnete es eine Kaution von je 100.000 Simbabwe-Dollar (2.045 Euro/28.142 S) an. Die 21 Großbauern aus der Gegend um Chinhoyi sollen die Besetzer ihrer Ländereien attackiert haben, worauf diese weitere Farmen überfielen, ausplünderten und zerstörten.

Hintergrund ist der Plan von Simbabwes Präsident Robert Mugabe, mehr als 5000 Farmen in derzeit weißem Besitz zu enteignen und an Schwarze zu verteilen. Neun Großbauern sind in den letzten Monaten getötet worden.

Seit Februar halten Männer, die sich als Mitglieder des Verbandes der Veteranen des Unabhängigkeitskrieges bezeichnen und Mugabe nahestehen, mehrere Großfarmen in Simbabwe besetzt. Die Regierung will 8,3 Millionen Hektar Land weißer Großgrundbesitzer an Schwarze verteilen. Nach Regierungsangaben sind zwölf Millionen Hektar Land im Besitz der Weißen. (APA/Reuters)

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