FPÖ will weiterhin U-Ausschuss

20. August 2001, 14:35
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Klagenfurt - Die Kärntner FPÖ hat am Montag ihre Forderung nach Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Aufklärung angeblicher sexueller Übergriffe an der Psychiatrischen Abteilung am LKH Klagenfurt bekräftigt. Nur ein solcher bringe auch maximale Transparenz, weil die Öffentlichkeit den Diskussionen mit Fachleuten zuhören könne, sagte der freiheitliche Sozialsprecher Siegfried Jost.

Nach seinen Worten würde ein U-Ausschuss auch gewährleisten, dass Fachleute und Auskunftspersonen von ihrer Verschwiegenheitspflicht entbunden werden. In diesem Zusammenhang wäre eine Anhörung jener Richterin von großer Bedeutung, welche nach dem Unterbringungsgesetz für die Aufenthalte in der betroffenen geschlossenen gemischten Akutstation zuständig ist. "Dem Vernehmen nach" habe diese Richterin einen ernsten Bericht über die dortigen Zustände verfasst.

Wer an einer lückenlosen Aufklärung und an einer positiven Reform der Psychiatrie in Richtung mehr Frauenfreundlichkeit interessiert sei, müsste laut Jost daher einem Untersuchungsausschuss zustimmen. Dies um so mehr, "als die Gesundheitsbehörden in ihrer Hilflosigkeit offenbar nicht zu überbieten" seien. Jost an die Adresse des zuständigen SP-LHStv. Peter Ambrozy: "Es ist bezeichnend, dass der Gesundheitsreferent hauptsächlich darüber jammert, daß er den Bericht nicht kennt, anstatt die Mißstände abzuschaffen". (APA)

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