Aussagen von Ungarns Botschafter in Sofia sorgen für Wirbel

20. August 2001, 14:21
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Bulgarien und Rumänien missbilligen Äußerungen im Vorfeld von NATO- und EU-Beitritt

Bukarest - Kritische Äußerungen des ungarischen Botschafters in Sofia an der von Rumänien und Bulgarien angekündigten gemeinsamen Vorgehensweise in Richtung NATO- und EU-Beitritt haben für Wirbel gesorgt. Das rumänische Außenministerium äußerte nach Presseberichten vom Montag seine Missbilligung. Die Aufforderung des Diplomaten an Bulgarien, auf eine Partnerschaft mit Rumänien zu verzichten, sei ein Verstoß gegen die üblichen diplomatischen Praktiken, "in die Beziehungen zwischen dem Gastland und einem Drittland öffentlich nicht einzugreifen".

Botschafter Bela Kolodji hatte Ende vergangener Woche in einer bulgarischen Rundfunksendung unter Anspielung aus eine Äußerung des rumänischen Regierungschefs davon abgeraten, "im Tandem mit Rumänien den NATO- und EU-Beitrittsprozess" anzugehen. Ungarns Rat für Bulgarien sei, nicht auf andere Länder zu warten, ein "Fahrrad könne nicht im Tandem gelenkt werden".

Der rumänische Premierminister Adrian Nastase hatte nach seinem offiziellen Besuch in Bulgarien am Dienstag vergangener Woche gesagt, "das Tandem sei die beste Möglichkeit, die gemeinsame Ziele der beiden Länder" zu verwirklichen. (APA/dpa)

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    montage: derstandard.at
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