Tempobegrenzer könnten viele Unfälle verhindern

20. August 2001, 13:41
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Raserei zählt zu den Hauptursachen von Unfällen

Wien - 15 Verkehrstote am vergangenen Wochenende inklusive Mariä Himmelfahrt - auf Grund dieser blutigen Bilanz forderte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Montag Tempobegrenzer für Pkw und Motorräder. Die Hauptunfallursache Raserei könnte nach Ansicht der VCÖ-Vertreter hintangehalten werden.

Weniger Tote

Eine aktuelle VCÖ-Studie zeige, dass mit Tempobegrenzern die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle deutlich verringert werden kann, erklärte der Verkehrsclub. "Der Raserwahn kann gestoppt werden. Die technischen Voraussetzungen gibt es bereits dafür: Tempobegrenzer bei Pkw und Motorräder könnten verhindern, dass die Tachonadel 130 km/h überschreitet", betonte Wolfgang Rauh, wissenschaftlicher Leiter des VCÖ-Forschungsinstituts. Lastwagen ab zwölf Tonnen und Busse ab zehn Tonnen müssten schon jetzt mit Vorrichtungen ausgestattet sein, die bei 85 beziehungsweise 100 km/h abregeln, so der VCÖ.

Automatische Bremsen

Die Zukunft liegt laut Verkehrsclub in diesem Bereich in der Kombination von Tempobegrenzern und automatischen Bremsen. Diese sind bereits in der Entwicklung weit fortgeschritten. "Dank Sensoren werden etwa plötzlich auf die Straße laufende Kinder vom Fahrzeug erkannt. Ein Bremsen ohne Schrecksekunde wird möglich", sagte Rauh. (APA)

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