"Donauexpedition 2001" macht Stopp in Wien

20. August 2001, 13:01
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Untersuchung der Wasserqualität auf 2.600 Kilometern - Ergebnisse als Grundlage für die Zukunft

Wien - Die "Donauexpedition 2001", ein Projekt, bei dem zum ersten Mal die Wasserqualität des gesamten Flusses erforscht werden soll, machte am Montag, Stopp in Wien. Die Untersuchungen auf der 2.600 Kilometer langen Strecke werden bereits seit 12. August durchgeführt. Die Ergebnisse sollen in der Zukunft eine wichtige Grundlage für den Gewässerschutz im Donauraum sein.

Messungen

Die Messungen werden von Österreich und Deutschland in Zusammenarbeit mit den Anliegerstaaten geleitet, koordiniert wird das Programm von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD), erklärte Wilfried Schimon vom Landwirtschafts- und Umweltressort bei einer Pressekonferenz in Wien. "Mit dem Projekt soll erstmals ein einheitliches Monitoring vom Beginn der befahrbaren Strecke bei Regensburg bis zur Mündung in das Schwarze Meer durchgeführt werden", sagte Schimon.

Wasser-Ökosystem

Alle 30 Kilometer werden Proben entnommen. "Damit können vergleichbare und zuverlässige Informationen über die Qualität der verschiedenen Bereiche des Wasser-Ökosystems sowie die Anreicherung von Schadstoffen in Lebewesen im Längsverlauf der Donau gewonnen werden", erläuterte Schimon. Die Kosten, die sich insgesamt auf 1,1 Millionen DM (562.421 Euro/7,74 Millionen Schilling) belaufen, werden vom Landwirtschaftsministerium und vom deutschen Umweltministerium finanziert.

Die Untersuchung bei der sechswöchigen Längsbefahrung führt ein hessisches Laborschiff "Argus", ein ungarisches Begleitschiff "Szechenyi" und ein Team von neun internationalen Wissenschaftern an Bord durch, so Schimon. "Darunter befinden sich auch zwei Österreicher", erklärte der Experte.

"Das Interessante dabei ist, dass die neun Anliegerstaaten die unterschiedlichsten geografischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten haben. Der Fluss selbst ändert z.B. auf seiner Fließstrecke seinen Charakter von einem Gebirgsfluss zu einem Tieflandstrom", so Schimon. (APA)

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