15 Länder maßgeblich für Erhaltung der Urwälder

20. August 2001, 12:33
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Russland hat dem UN-Bericht zufolge die größten Bestände

London - Bei den Bemühungen um die Erhaltung der letzten großen Urwälder sollte sich die internationale Gemeinschaft auf 15 Länder konzentrieren. Das ist die wichtigste Empfehlung eines am Montag in London vorgestellten Berichts der UN-Umweltorganisation UNEP. Demnach befinden sich 80 Prozent aller ökologisch besonders wertvollen Wälder in nur 15 Ländern.

Die größten Bestände hat Russland, gefolgt von Kanada, Brasilien, den USA, der Demokratischen Republik Kongo, China, Indonesien, Mexiko, Peru, Kolumbien, Bolivien, Venezuela, Indien, Australien und Papua-Neuguinea. "Da wir wissen, dass es unwahrscheinlich ist, dass alle Wälder geschützt werden können, wäre es besser, sich auf die Gebiete zu konzentrieren, die die besten Aussichten auf dauerhafte Erhaltung haben", sagte UNEP-Direktor Klaus Töpfer.

Der ehemalige deutsche Bundesumweltminister appellierte an Regierungen und internationale Organisationen, auf der Grundlage dieser Erkenntnisse den Schutz der bedrohten Wälder zu verstärken. Wenn nichts geschehe, könnten die Wälder in einigen Jahrzehnten verschwunden sein. (APA/dpa)

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